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29.10.14: ABC

Achtung der Architektur!


Außergewöhnliche Architektur in Gefahr?
Internationales Architektur-Komitee alarmiert!
Im Juni diesen Jahres verstarb der österreichische Architekt Helmut Richter. Richter ist einer der zentralen Architekten der späten Architektur-Moderne. Seine 1994 fertig gestellte Informatik-Mittelschule zählt zu den markantesten Schulbauten des Landes. Nur wenige Monate nachdem Politik und Presse anlässlich des Todes Richters sein Œuvre würdigten und die Bedeutung moderner Architektur betonten, alarmieren nun kolportierte Umbau- bis Teil-Abrisspläne der Schule die internationale Architektur-Community.

 

„Ich wollte eine Schule machen, bei der nicht gleich das Unangenehme, das bei Schulen immer so auffällt, sich bemerkbar macht.“ (Helmut Richter)
Das renommierte Komitee, dem international führende Architekten wie Zaha Hadid, Frank Gehry, Dominique Perrault ebenso angehören wie zentrale Akteure der österreichischen Architektur-Moderne alarmiert gegen jede Form eines möglichen barbarischen Akts. Das Helmut Richter Committee fordert den respektvollen und wertschätzenden Umgang mit dem außergewöhnlichen Werk Richters.

 

Bis heute erweist sich Helmut Richters Architektur als wegweisend und wirkt im vielfältigen Schaffen seiner Schüler nach. Der kühne Glasbau, der als Richters architektonisches Hauptwerk angesehen wird, ist durch einen geplanten Umbau bedroht. Der möglichen Zerstörung dieses Zentralwerks moderner Architektur gilt es rechtzeitig vorzubauen.

 

 

Die Architektur Helmut Richters
Der 1941 in Graz geborene Architekt Helmut Richter studierte Architektur an der Technischen Universität Graz und Informationstheorie sowie System- und Netzwerktheorie an der UCLA Los Angeles. Nach einem mehrjährigen Lehraufenthalt an der École Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris gründete er 1977 sein eigenes Büro in Wien. Dort prägte er seit 1991 als Professor an der Technischen Universität Wiens auch zentral die österreichische Architekturlehre. Richter zeichnete neben Ausstellungsarchitekturen in Paris und Venedig, auch für mehrere Bauten (Restaurants, Wohnbauten und ein Bürogebäude) in Wien verantwortlich. Den Höhepunkt seines Schaffens bildete die Schule Kinkplatz, die so wie alle anderen seiner Werke innovativ, außergewöhnlich und zeitlos ist. Im Bau der Schule kommt Richters Technikaffinität sowie sein starker Hang zu Reduktion und den Materialien Glas und Stahl klar zum Ausdruck. Die Materialwahl schafft in Kombination mit der Form – einem libellenähnlichen Körper aus zwei Glaskeilen – eine helle und freundliche Atmosphäre.

 

Helmut Richter war ein „internationaler Architekt“. Er lebte nicht nur viele Jahre in Los Angeles und Paris, sondern er brachte nach seiner Rückkehr nach Wien diese „Internationalität“ nach Österreich mit und sein Werk ist daher ein Bindeglied zu internationalen Strömungen, das sich im Werk seiner Studenten und Studentinnen fortsetzt.

 

Die Schule am Kinkplatz ist das zentrale Werk im Schaffen von Helmut Richter. Dass bei der Sanierung dieses Baus behutsam und im Sinne des Archtikten umgegangen wird, hätte internationale Strahlkraft und wäre zentral für die österreichische Architekturszene.

 

Pressematerial:

Presstext (.doc, Download Word-File)

Press Release (.PDF, English)

 

IMAGES (300dpi) + Petition (4MB)

 

Zum Unterschreiben der Petition klicken Sie bitte hier/ Click here to sign the petition: Petition Helmut Richter

 

 

Pressekontakt:

Bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen zur Petition und Bildmaterial zur Informatik-Mittelschule Kinkplatz:

 

press@anaberlin.com
tel. +43 (0) 660 47 53 818



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(c) Image Interior: Informatik-Mittelschule Kinkplatz in
Wien, Turnhalle, Foto © Rupert
Steiner

 

 

(c) Image Exterior: Informatik-Mittelschule Kinkplatz in
Wien, Außenansicht, Fotograf: ©
Manfred Seidl