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07.12.16: Eichinger Offices

GO am Hochhaus Herrengasse


Bekanntlich macht es sich das Hochhaus Herrengasse ­– Wiens erstes Hochhaus, einem baukulturellem Highlight aus den 1930er Jahren – gemeinsam mit der Initiative Herrengasse+ zur Aufgabe, die Umgebung rund um die Herrengasse als Flanier- und Verweilmeile zu beleben.

Die Skulptur GO aus neun kreisrunden, schwarz-matten Sitzsteinen akzentuiert seit wenigen Tagen den Platz vor dem Eingang des Hochhauses und markiert damit eine zentrale Stelle im Gefüge zwischen der Hofburg/ Michaelerplatz und der Freyung. Auf diese Weise öffnet sich auch die Fahnengasse hin zur Herrengasse.

Als Ausgangspunkt und Inspiration für den Entwurf diente Eichinger das denkwürdige Ereignis im März diesen Jahres als die Künstliche Intelligenz Alpha-Go den südkoreanischen Go-Weltmeister Lee Sedol besiegte. Erstmals spielte eine Maschine intuitiv –  sie hatte sich das Spiel selbst beigebracht ­– und gewann. Der Weltmeister bezeichnete später einen dieser Züge von Alpha-Go als genial. Ein Ereignis, das als game changer gesehen wird, ähnlich der Entdeckung Amerikas durch Christopher Columbus.

Die Skulptur, die Go-Steine andeutet, reflektiert einerseits den global relevanten Wandel in der Beziehung zwischen Mensch und Maschine und fordert gleichzeitig zur Verortung und zum Verweilen auf.

Der für die Arbeit verwendete Stein, Nero Assoluto, steht in Farbe, Materialität und Form subtil in Bezug zum Hochhaus und schafft so eine ästhetische Erweiterung des Gebäudes in den Stadtraum.

Gregor Eichinger dazu: „Mich fasziniert die Idee, eine Skulptur zu schaffen, die uns ein Ereignis, das weltweit von Bedeutung ist, im urbanen Stadtleben und im Alltag bewusst macht. Das ist ja die eigentliche Rolle der Statuen und Skulpturen, die uns in der Stadt umgeben. Wir nahmen große Spielsteine und eröffnen damit ein virtuelles Spielfeld. Man kann also sitzen, ist aber gleichzeitig verbunden mit dem intelligenten Spiel.“

Anwalt und Initiator der Herrengasse+ Dr. Wolfgang Spitzy zur Bedeutung des Hauses und der Relevanz mit einer zeitgenössischen Skulptur auch in die Gegenwart einzuwirken: „Das Haus ist eine Ikone der neuen Sachlichkeit und hatte bei seiner Fertigstellung in den 1930iger Jahren sozialrevolutionäre Bedeutung. Das Hochhaus Herrengasse hat also einen sehr dynamischen Hintergrund. In den letzten Jahren haben wir den Versuch unternommen, es wieder zeitgeistiger zu machen, um eines Tages ein urbanes Zentrum hinzukriegen. Wir haben begonnen, den Mix der Geschäfte neu zu denken und brachten mit dem Vapiano, dem Unger und Klein, der Zuckerlwerkstatt und Tesla (Opening Mitte Dezember) junges Leben in die Gassen um das Hochhaus Herrengasse. Wichtig ist es, festzustellen, dass es uns hier nicht nur um Ökonomie, sondern um Attraktivität für die BewohnerInnen des Grätzels und den vielen BesucherInnen geht.“

 Die Skulptur, die nächtens auch an kleine leuchtende Ufos erinnert, steht Passanten zum Sitzen, Verweilen und dem Treiben-der-Stadt-Zuschauen zur Verfügung. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Hochhaus Herrengasse.

 

PRESSKIT



Skulptur GO Gregor Eichinger (c) Pascal Petignant

Skulptur GO Gregor Eichinger (c) Pascal Petignant

Skulptur GO Gregor Eichinger (c) Pascal Petignant

Skulptur GO Gregor Eichinger (c) Pascal Petignant

Skulptur GO Gregor Eichinger (c) Pascal Petignant

Skulptur GO Gregor Eichinger (c) Pascal Petignant

von links nach rechts: DI Johannes Blieweis/ PORR, Dr. Wolfgang Spitzy, DI Ernst Eder/ Granitwerk Kammerer

von links nach rechts: DI Johannes Blieweis/ PORR, Dr. Wolfgang Spitzy, DI Ernst Eder/ Granitwerk Kammerer

Hochhaus Herrengasse (c) Isabelle Spitzy

Hochhaus Herrengasse (c) Isabelle Spitzy